Bis zu 80% Förderung für Markterschließung von KMU

Mit einer neuen Förderung zur Markterschließung will das brandenburgische Wirtschaftsministerium kleine und mittlere Unternehmen (KMU) fit machen für ausländische Märkte. Die neue Richtlinie „GRW-Markt International“ ist ein Baustein der Außenwirtschaftsoffensive des Landes Brandenburg. Sie ist zu Jahresbeginn an den Start gegangen.

Erstmals wird auch die Teilnahme an virtuellen Formaten international ausgerichteter Veranstaltungen wie Messen und Kongressen im In- und Ausland gefördert. Damit hat das Ministerium dem durch die Corona-Pandemie verstärkten Digitalisierungstrend Rechnung getragen. Kleine und mittlere Unternehmen sollen motiviert werden, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und ihre Digitalisierungskompetenzen zu verbessern. Neu ist auch, dass die Beratung zur Markterschließung durch externe Coaches gefördert wird. Innerhalb eines Unternehmens können mehrere, voneinander unabhängige Projekte gefördert werden.

Ziel des Programms:

- die Stärkung der Wettbewerbs- und Anpassungsfähigkeit durch Internationalisierung

- die Stärkung der Innovationskraft und des Wachstums kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) insbesondere bei der Erschließung ausländischer Märkte

Wer wird gefördert?
Antragsberechtigt sind:

kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des produzierenden Gewerbes und des produktionsnahen Dienstleistungsgewerbes mit Sitz und/oder Betriebsstätte im Land Brandenburg
für Maßnahmen nach Nummer 2.1 und 2.2 der Richtlinie auch Gruppen von mindestens drei KMU, die sich vertraglich zu einem gemeinsamen Vorhaben ohne externes Netzwerkmanagement zusammengeschlossen haben

Was wird gefördert?
Mit dieser Richtlinie werden folgende Vorhaben gefördert:

Aktive Teilnahme insbesondere an international ausgerichteten Messen, Ausstellungen, Informationsveranstaltungen, Symposien, Kongressen, Pitchings und virtuellen Formaten der genannten Maßnahmen im In- und Ausland mit produktspezifischer Ausrichtung, sofern diese nicht einem Direktverkauf dienen (Nummer 2.1)
Aktive Teilnahme an regionalen und überregionalen Messen, soweit diese im aktuellen gemeinsamen Messeplan der Länder Berlin und Brandenburg ausgewiesen sind (Nummer 2.2)
Beratungs-/Coachingmaßnahmen für abgegrenzte und konkret beschriebene Beratungsleistungen, die auf die Qualifizierung der handelnden Personen und/oder Unternehmen zur erfolgreichen Bearbeitung von Fragestellungen im Hinblick auf die Internationalisierung und Markterschließung im Ausland gerichtet sind (Nummer 2.3)

Wie wird gefördert?
Gefördert werden die Maßnahmen mit einer projektgebundenen Anteilfinanzierung (Zuschuss) wie folgt:

Bei Maßnahmen nach Nummer 2.1 und 2.2 der Richtlinie (aktive Teilnahme an Messen)

mit bis zu 50% der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal jedoch 15.000 EUR je Einzelmaßnahme
mit bis zu 80% der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal jedoch 15.000 EUR je Einzelmaßnahme bei Maßnahmen durch Start-ups oder der erstmaligen Teilnahme an einer Maßnahme nach Nummer 2.1
Die Mindesthöhe der zuwendungsfähige Ausgaben beträgt 3.000 EUR.

Bei Maßnahmen nach Nummer 2.3 der Richtlinie (Beratungs-/Coachingmaßnahmen)

mit bis zu 50% des zuwendungsfähigen Tagessatzes bei Unternehmen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung mehr als fünf Jahre bestehen
mit bis zu 80% des zuwendungsfähigen Tagessatzes bei Start-ups
mit 100% des zuwendungsfähigen Tagessatzes für die ersten beiden Beratungs-/ Coachingtage bei einer erstmaligen Förderung des Unternehmens aus dieser Richtlinie
Für Maßnahmen nach Nummer 2.3 sind Honorarausgaben des Beraters/Coaches mit einem Tagessatz von bis zu 1.000 EUR ohne Reisekosten und sonstige Sachausgaben sowie grundsätzlich ohne Umsatzsteuer zuwendungsfähig. Für den Fall, dass keine Vorsteuerabzugsberechtigung vorliegt, ist zusätzlich auch die auf den Tagessatz anfallende Umsatzsteuer zuwendungsfähig.

Der Umfang der Maßnahme ist auf höchstens acht Beratungs-/Coachingtage begrenzt. Der Durchführungszeitraum soll im Regelfall sechs Monate nicht überschreiten.

Innerhalb eines Unternehmens können mehrere, voneinander unabhängige Maßnahmen mit grundsätzlich insgesamt bis zu 20 Beratungs-/Coachingtagen je Unternehmen gefördert werden. Sollte im Einzelfall die Anzahl der zulässigen Tage überschritten werden, bedarf es einer gesonderten Begründung der Notwendigkeit.

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