Informationen zum Thema Klimabilanzierung und Netzwerkangebote für Unternhemen

„Treibhausgasneutrales Handeln" stand im Fokus der Info-Veranstaltung zum Klimaschutz, die als Hybridveranstaltung im Drandorfhof in Schlieben sowie als Onlineformat angeboten wurde.

Mehr als 50 Teilnehmende nutzten das Informationsangebot, teils online, teils in Präsenz im Drandorfhof in Schlieben.
Die Veranstaltung war Teil der Workshop-Reihe des im 2. Halbjahr 2021 neu gegründeten Energie- und Klimaschutznetzwerks Schliebener Land und wurde organisiert vom Klimaschutzmanagement des Amts Schlieben in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzmanagement und der Wirtschaftsförderung des Landkreises Elbe-Elster, der Brandenburgischen Energie Technologie Initiative, der IHK Ostbrandenburg, der IHK Cottbus und der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald. Als fachkundiger Moderator konnte Herr Gerd Hampel, Moderator des Energie- und Klimaschutznetzwerks Schliebener Land und Sprecher des Fachverbandes Biogas, Regionalverband Berlin-Brandenburg gewonnen werden.

Nach der Begrüßung durch Roland Neumann, Beigeordneter des Landrates und Dezernent beim Landkreis Elbe-Elster, Andreas Polz, Amtsdirektor im Amt Schlieben, Hannes Walter, MdB und stellvertretender Vorsitzender im Wirtschaftsausschuss sowie stellv. Mitglied im Ausschuss für Klima und Energie sowie Michael Rusch, IHK Cottbus – Referent Energie und Klimaschutz erhielt Daniel Willeke, Netzwerkmanager für Nachwachsende Rohstoffe beim Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e.V. die Gelegenheit, diese für die ländlich geprägte Region Elbe-Elster bedeutende Aufgabe vorzustellen, für die er mit seinem Team seit einem Monat tätig ist.

Klimaschutzveranstaltung klein 29032022

Foto: Amt Schlieben

Ein wachsender Anteil der Unternehmen in Deutschland hat das Ziel, klimaneutral zu werden. Laut Deutscher Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff) dürfte neben dem Ausbau der regenerativen Energieversorgung die Energieeffizienz als Teil der Dekarbonisierung der Produktion und der Stärkung der Versorgungssicherheit angesichts von aktuellen Energiepreisschocks und Lieferkrise nicht vergessen werden. Das größte Problem ist dabei die Dekarbonisierung der Lieferkette, die größtenteils außerhalb des Einflusses der Unternehmen liegt.

In verschiedenen Fachvorträgen aus der Praxis wurden die Teilnehmenden vorbereitet, um künftige Herausforderungen und Fragen zur Klimaneutralität unter Nutzung von Fördermitteln zu begegnen:
Im Impulsvortrag der GUTCert wurde der Weg vom Energiemanagement zum Klimamanagement beschrieben. Hierzu wurde von GUTCert in Zusammenarbeit mit Ökotec und DENEFF der Leitfaden „VOM ENERGIEMANAGEMENT ZUM KLIMAMANAGEMENT ÜBER 5 STUFEN – IN 14 SCHRITTEN“ publiziert: https://www.gut-cert.de/service/leitfaden-klimamanagement
Ein weiterer Leitfaden der GUTCert zeigt die Schritte für die Transformation für Unternehmen zu Klimaneutralität unter Nutzung von Fördermitteln des Bundes auf:
https://www.gut-cert.de/service/publikationen/leitfaden-transformationskonzepte
Link zu Fördermitteln für Unternehmen:
https://www.deutschland-machts-effizient.de/KAENEF/Redaktion/DE/Dossier/anlagentechnik.html

In den weiteren Vorträgen wurden Best-Practice-Beispiele von folgenden Unternehmen und Verbänden vorgestellt, die bereits erste Erfahrungen mit der Einführung eines Klimamanagements und der Erstellung einer CO2-Bilanz und den Schritten hin zu einer Klimaneutralität gesammelt haben und wertvolle Hinweise zu relevanten Förderungen gaben:
Mineralquellen Bad Liebenwerda, KLIMAVERBUND MITTELSTAND, Energieagentur Brandenburg, ENGIE Deutschland GmbH, BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH

Durch die Deutsche Energieagentur (dena) wurde das aktuelle Projekt für Energiesparcontracting für Kommunen vorgestellt, für welches noch Bewerberkommunen gesucht werden:
https://www.kompetenzzentrum-contracting.de/startseite/

Im abschließenden Vortrag vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu wird das BÜNDNIS KLIMANEUTRALES ALLGÄU 2030 als deutschlandweit beispielhaftes regionales Bündnis vorgestellt, das Unternehmen, Kommunalverwaltungen, Schulen und Vereine auf dem Weg zur regional verankerten Klimaneutralität Sektor-übergreifend zusammenführt.
Dabei liegt der Schwerpunkt zunächst auf der Reduktion der CO2-Emissionen durch mehr Energieeffizienz und den stärkeren Einsatz von erneuerbaren Energien. Darüber hinaus sollen unvermeidbare Restemissionen durch hochwertige zertifizierte Projekte, die entsprechend CO2 einsparen, kompensiert werden. Diese Projekte, in der Regel in Entwicklungsländern, sollen vor Ort neben der CO2-Einsparung auch die soziale und wirtschaftliche Entwicklung positiv beeinflussen. Zusätzlich ist auch eine Komponente zur Förderung regionaler Projekte geplant.

Erste Nachahmer in Deutschland gibt es bereits.

Die Veranstaltung richtete sich insbesondere an Geschäftsführer, Entscheidungsträger aus Unternehmen, öffentlicher Verwaltung und sonstigen Organisationen.
In künftigen Veranstaltungen zu der Thematik soll auf branchenspezifische Anforderungen eingegangen werden.

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Eine Initiative des Landkreises Elbe-Elster und der Sparkasse Elbe-Elster

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